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Einziger Schutz: die konsequente und regelmäßige Impfung
Die Staupe - eine für Hundelebensbedrohliche Krankheit
– ist in Berlin auf dem Vormarsch, meldetedie
"Welt" im Oktober 2005. Seit etwa einem Jahr
hätten dieStaupefälle, die vorwiegend junge, ungeimpfte
Hunde betrifft, in Berlindeutlich zugenommen. Drei Viertel der
erkrankten Hunde kämen aus"unklaren
erhältnissen", die meisten aus Polen, aus Mitleid auf
Märktengekauft, oder billige Rassehunde.
Die Hundestaupe ist bereits seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Der
Erreger ist ein Virus aus der Familie der Paramyxoviren, eng
verwandt mit dem menschlichen Masernvirus und dem Virus der
Seehundstaupe, dem vor wenigen Jahren viele Seehunde zum Opfer
fielen. Neben Hunden erkranken vor allem Nerze, Wiesel,
Frettchen, Marder, Robben und Kleinbären.

In Deutschland war Staupe dank der regelmäßig bei
Hunden durchgeführten Impfungen selten geworden. Frettchen
werden mit einem extra Impfstoff geimpft. Doch nun ist die
Krankheit wieder auf dem Vormarsch: Auch in anderen Regionen
Deutschlands kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu
Ausbrüchen, beispielsweise im Oktober 2005 im
Darmstädter Raum. Doch warum? In der Diskussion sind
Tierimporte aus dem osteuropäischen Raum, eine zunehmende
Impfmüdigkeit oder eine spontane Änderung der in der
freien Natur vorkommenden Virusstämme, gegen die die bisher
verwendeten Impfstoffe möglicherweise keinen
vollständigen Schutz bieten. Auch wenn die
Erkrankungsfälle bislang meist bei ungeimpften Hunden
auftraten, kann es auch geimpfte Tiere aus "guten
Verhältnissen" treffen.
Die Ansteckung durch das Staupevirus erfolgt durch
Tröpfcheninfektion über Mund oder Nase des Hundes. Das
geschieht nicht nur durch Kontakt mit einem anderen Hund. Gefahr
droht auch beim Waldspaziergang, weil zum Beispiel Marder und
Iltisse die Krankheit übertragen können.
Bei einer Infektion treten nach drei bis sieben Tagen meist
Fieber, Appetitlosigkeit und Apathie auf. Später greift das
Staupevirus verschiedene Organe im Körper des Hundes an.
Dazu gehören der Verdauungs- und der Atmungsapparat, die
Augen, die Haut und das Nervensystem. Die Folge sind Erbrechen,
Durchfälle, Husten, Atembeschwerden, zunächst
wässrig-klarer, später zähflüssig-eitriger
Nasen- und Augenausfluss, Bewegungsstörungen,
Lähmungen, Hirnhautentzündungen mit Muskelkrämpfen
und schließlich eine übermäßige Verhornung
der Nase und der Zehballen (Hartballenkrankheit). Erkrankte Tiere
können die einzelnen Symptome allein oder in verschiedenen
Kombinationen durchleiden.
Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die so genannte
nervöse Form der Staupe. Dabei verursacht das Staupevirus
Schädigungen am Gehirn. Dies äußert sich in
psychischen Veränderungen, Zittern,
Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen und
Krampfanfällen, vergleichbar dem Erscheinungsbild der
Epilepsie. Der Schweregrad der verschiedenen Formen kann
variieren. Die "nervöse" Form endet jedoch
praktisch immer tödlich, oder der Hund muss zur Beendigung
seiner Qual eingeschläfert werden.
In Deutschland war Staupe dank der regelmäßig bei
Hunden durchgeführten Impfungen selten geworden. Frettchen
werden mit einem extra Impfstoff geimpft. Doch nun ist die
Krankheit wieder auf dem Vormarsch: Auch in anderen Regionen
Deutschlands kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu
Ausbrüchen, beispielsweise im Oktober 2005 im
DarmstädterRaum. Doch warum? In der Diskussion sind
Tierimporte aus dem osteuropäischen Raum, eine zunehmende
Impfmüdigkeit oder eine spontane Änderung der in der
freien Natur vorkommenden Virusstämme, gegen die die bisher
verwendeten Impfstoffe möglicherweise keinen
vollständigen Schutz bieten. Auch wenn die
Erkrankungsfälle bislang meist bei ungeimpften Hunden
auftraten, kann es auch geimpfte Tiere aus "guten
Verhältnissen" treffen.
Die Ansteckung durch das Staupevirus erfolgt durch
Tröpfcheninfektion über Mund oder Nase des Hundes. Das
geschieht nicht nur durch Kontakt mit einem anderen Hund. Gefahr
droht auch beim Waldspaziergang, weil zum Beispiel Marder und
Iltisse die Krankheit übertragen können.
Bei einer Infektion treten nach drei bis sieben Tagen meist
Fieber, Appetitlosigkeit und Apathie auf.Später greift das
Staupevirus verschiedene Organe im Körper des Hundesan. Dazu
gehören der Verdauungs- und der Atmungsapparat, die Augen,
dieHaut und das Nervensystem. Die Folge sind Erbrechen,
Durchfälle,Husten, Atembeschwerden, zunächst
wässrig-klarer, späterzähflüssig-eitriger
Nasen- und Augenausfluss, Bewegungsstörungen,Lähmungen,
Hirnhautentzündungen mit Muskelkrämpfen und
schließlich eineübermäßige Verhornung der
Nase und der Zehballen (Hartballenkrankheit).Erkrankte Tiere
können die einzelnen Symptome allein oder in verschiedenen
Kombinationen durchleiden.
Eine besondersgefürchtete Komplikation ist die so genannte
nervöse Form der Staupe.Dabei verursacht das Staupevirus
Schädigungen am Gehirn. Dies äußertsich in
psychischen Veränderungen, Zittern,
Gleichgewichtsstörungen,Lähmungen und
Krampfanfällen, vergleichbar dem Erscheinungsbild
derEpilepsie. Der Schweregrad der verschiedenen Formen kann
variieren. Die"nervöse" Form endet jedoch
praktisch immer tödlich, oder der Hund musszur Beendigung
seiner Qual eingeschläfert werden.
Die Behandlung einer Staupeinfektion ist schwierig, und ihr
Erfolg hängt weitgehend von den betroffenen Organsystemen
ab. Die Aussichten auf Ausheilung einer Nervenstaupe sind gering.
In einem späten Stadium ist die Staupe nicht mehr heilbar.
Daher ist es wichtig, dass ein Arzt rechtzeitig aufgesucht wird,
da er vielleicht mit einem Immunserum helfen kann. Wenn ein
junger Hund die Staupe überlebt, bleibt oft ein typisches
"Staupegebiss" mit braunen, verkümmerten
Zähnen zurück.
Viele Tierhalter lassen ihre Tiere nur als Welpen oder alle zwei
Jahre impfen. Immer häufiger verzichten Hundebesitzer aus
Kostengründen und aus Angst vor Nebenwirkungen auf die
jährliche Staupespritze. Das Deutsche Grüne Kreuz e. V.
empfiehlt, in Zeiten eines erhöhten Infektionsrisikos wieder
auf einen lückenlosen Impfschutz zu achten. Dies beinhaltet
eine Impfung der Welpen im Alter von acht Wochen mit einer
Wiederholungsimpfung vier Wochen später. Nur dieses, als
Grundimmunisierung bezeichnete, zweimalige Impfen der Welpen
garantiert einen belastbaren Impfschutz. Damit dieser Schutz
aufrechterhalten bleibt, sind Auffrischungen je nach Empfehlungen
des Herstellers angeraten.
© Februar 2006 - Deutsches Grünes Kreuz e.V.>