Führt Kommissar Rex zu mehr Beißunfällen durch Schäferhunde?
Schäferhunde beißen am häufigsten zu
Gibt es Hunderassen, die öfter zubeißen als andere? Johannes Schalamon, Facharzt für Kinder- und Jugendchirurgie an der Meduni Graz, hat sich mit genau dieser Frage beschäftigt,und zehn Jahre lang sämtliche Daten über vierbeinige "Täter" und ihre Opfer gesammelt. Das Studien-Ergebnis: "Kinder werden am häufigsten von Schäferhunden gebissen." Im Untersuchungszeitraum wurden an der Klinik 341 Kinder mit Hundebissen behandelt, in 105 Fällen stammten sie von einem Schäferhund. "Das heißt aber nicht, dass diese Hunde besonders aggressiv sind", betont Schalamon.
Er führt das Ergebnis vielmehr auf das positiv besetzte Image dieser Rasse zurück: "Durch die Serie ,Kommissar Rex' nähern sich Kinder dem Schäferhund unerschrockener. Bei einem Rottweiler oder einem Dobermann halten die Menschen automatisch Distanz." Die Auswertung der Studie zeigt auch, dass in mehr als 70 Prozent der Fälle das Kind den Hund kennt, entweder aus dem eigenen Familienkreis oder aus der Nachbarschaft.
Egal, welcher Hund – Bissverletzungen haben durch das Infektionsrisiko eine hohe Komplikationsrate. "Rund ein Viertel der Patienten muss operiert werden, in einigen Fällen bleiben Spätfolgen wie Albträume oder Ängste zurück," sagt Schalamon.
Quelle: www.kleinezeitung.at
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Quäl-Züchter: Tierheim fehlt das Geld zur Hunderettung
Der Tierquälerskandal weitet sich aus: Immer mehr grausame Details über den Hartmannsdorfer Züchter, der mindestens 40 Hunde unter katastrophalen Bedingungen hält, kommen ans Tageslicht.
So berichtete die Morgenpost gestern von den Zuständen in Hartmannsdorf. Rosita Reißer und Tierheim-Azubi Christin Müller kümmern sich um die beiden geretteten Hunde.
Nach einer Besichtigung der Anlage hatte der Tierschutzverein zwei Hunde beschlagnahmen lassen und Alarm geschlagen (Morgenpost berichtete). Jetzt vorgestellte Untersuchungsergebnisse zeigen: Ihr Zustand war noch viel schlimmer als zunächst angenommen. Tierschützerin Rosita Reißer (57): „Die Hunde waren weder geimpft noch entwurmt. Sie hatten Fieber, Atemwegserkrankungen, Tumore und Entzündungen.“
Doch für Tierarzt und Landratsamt scheint das noch nicht auszureichen, um sich Sorgen um die Gesundheit der übrigen Hunde zu machen. „Die Schwere der Verstöße rechtfertigte nicht die sofortige Wegnahme aller Tiere“, sagt Landratsamts-Sprecherin Ilona Schilk (50).
Die Tierschützer vermuten, das Landratsamt scheue die drohenden Kosten: „Die ärztliche Versorgung aller Hunde würde etwa 20 000 Euro kosten, die Unterbringung noch einmal 10 000 Euro“, überschlägt Rosita Reißer – Geld, das das Tierheim natürlich nicht hat. Die Sprecherin des Landratsamts Zwickauer Land, Ilona Schilk, entgegnet: „Natürlich ist die Unterbringung der Hunde im Tierheim mit erheblichen Kosten verbunden, aber daran sollte es nicht fehlen.“
Zwar wurde dem Hundequäler vom Landratsamt Zucht und Handel untersagt. Doch der legte Einspruch ein, klagt sich durch die Instanzen. Sprecherin Schilk erklärt die nächsten Schritte: „Er muss nun seinen Bestand auf 16 Tiere reduzieren. Was mit den übrigen Hunden passieren soll, wird noch geklärt.“
Quelle: www.sz-online.de
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