Hundeschule Teamwork Berlin


Kind nach Hundebiss im Krankenhaus

Eingestellt in Hunde-Allgemein von astera am 30. Mär. 2007

Treptow – Köpenick
Ein dreijähriger Junge wurde gestern Abend gegen 19 Uhr 45 in einer Wohnung in der Schnellerstraße in Niederschöneweide durch einen Hundebiss schwer verletzt.

Der Dreijährige befand sich bei einer befreundeten Familie und spielte zusammen mit seiner fast zweijährigen Schwester und der dreijährigen Tochter der Wohnungsmieter. Plötzlich griff der Labradormischling den Jungen an und biss ihm in die linke Gesichtshälfte.
Der Junge wurde durch die alarmierte Feuerwehr zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts einer Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht.

Quelle: berlin.de


AGILA - Die Krankenkasse für Hund & Katze




Vergessen, verstoßen, verschmäht

Eingestellt in Hunde-Allgemein von astera am 29. Mär. 2007

Gnadenhof mitten in der Prignitz nimmt sich heimatloser Haustiere an

KOLREP Wie es sie vor Jahren von Berlin nach Kolrep verschlug, wird Margit Preiss wohl so bald nicht vergessen. Gerade mal 135 Einwohner zählt das Dörfchen zwischen Kyritz und Pritzwalk, doch die gaben für die heute 54-Jährige genauso wenig den Ausschlag wie das adrette Ortsbild. Jahrelang hatte sie sich in der Hauptstadt mit Gleichgesinnten für den Tierschutz engagiert. Das führte sie in die Prignitz: Ihr Verein hatte einen Hund in die Region vermittelt und wollte nun überprüfen, wie es dem Tier ging. Was sie bei ihrem Besuch vorfanden, verschlug den Tierschützern den Atem: einen Hof mit mehr als 50 Hunden und Katzen in teilweise erbarmungswürdigem Zustand. “Da haben wir uns erst mal drum gekümmert”, erzählt Margit Preiss. Sie ist überzeugt: “Wenn wir das nicht gemacht hätten, wären die Tiere alle kaputtgegangen.”

Nur für einen kleinen Teil der Vierbeiner fanden die Berliner ein neues Zuhause. Die Zukunft der meisten anderen schien ungewiss, bis sich Margit Preiss 2002 entschloss, das etwas abgelegene Grundstück in Kolrep auf eigene Rechnung zu kaufen und die Tiere dort auf Dauer unterzubringen. Das war die Geburtsstunde des Kolreper “Gnadenhofes Tapsi” und des gleichnamigen kleinen Vereins.

Mit der Unterstützung des runden Dutzends Vereinsmitglieder und vor allem mit der tatkräftigen Hilfe von Irena und Uwe Schwadke, die inzwischen ebenfalls in die Region übergesiedelt sind, versorgt die Ex-Berlinerin gegenwärtig rund 40 Katzen, 13 Hunde, vier Großpferde, zwei Ponys, zwei Esel, zwei Rinder und ein Hängebauchschwein. Denn bei den Tieren aus der erwähnten Massenhaltung ist es nicht geblieben. “Zum Teil haben uns die Leute einfach Tiere über den Zaun geschmissen”, erinnert sich Margit Preiss. Und der Gnadenhof übernahm auch unvermittelbare Schützlinge anderer Tierschutzvereine. “Die kriegen alle ihr Gnadenbrot.”

Geschichten ähneln sich

Der dreibeinige Rüde Bruno ist ein Beispiel. “Das ist ein richtiges Opfer”, sagt Margit Preiss. Vor Jahren blieb Bruno mit seiner Leine in einem Zug der Berliner S-Bahn hängen, wurde über den Bahnsteig geschleift und schwer verletzt – wohl auch wegen der Gleichgültigkeit seiner Besitzer. Das Veterinäramt verfügte Brunos Einweisung ins Tierheim. Doch mit dem amputierten Vorderlauf und den “Kampfhund”-Genen fand der kein neues Zuhause. Irgendwann sollte Bruno sogar eingeschläfert werden, aber der Tierarzt weigerte sich. So landete der Rüde schließlich beim Tapsi-Verein, wo er – inzwischen 13 Jahre alt – munter durch die Gegend wackelt.

Oder Hündin Lotte, gern auch “Trottellotte” genannt: Sie gehörte zu den Vierbeinern, die die Tierschützer auf dem überfüllten Hof in der Prignitz gefunden hatten. Weil sie damals noch ganz klein war, schien sich für Lotte alles zum Guten zu wenden. Sie wurde an ein Zuhause in Berlin vermittelt – und nach einem Dreivierteljahr wieder abgegeben, “als sie kein Welpe mehr war”, wie Margit Preiss es ausdrückt. Mit Rottweilern unter ihren Vorfahren ist die nun neunjährige Lotte eine stramme Gestalt und eine gnadenlose Schmusebacke. Sie hält jeden, ob Mensch oder Vierbeiner, für einen Freund, von dem man sich vielleicht durchknuddeln lassen kann.

Die beiden Highlander-Rinder Oskar und Fridolin waren einfach übrig geblieben. Ein Züchter in der Region hatte sie auf Bestellung aufgezogen, doch dann wurden sie nicht abgeholt. Nun stehen die beiden Prachtkerle hinter der Scheune des Gnadenhofes, linsen unter ihren Ponyfrisuren hervor und lassen sich gutmütig von Besuchern bestaunen.

Katze Neustadt wurde von Margit Preiss selbst nach Kolrep gebracht. Jeden Tag fährt die Tierschützerin mit dem Zug zur Arbeit nach Berlin. “Neustadt lief im Winter 2003 wochenlang bettelnd am Bahnhof Neustadt rum.” Daher auch der Name. Margit Preiss hat das Tier irgendwann eingefangen und versorgt es seitdem zusammen mit vielen anderen.

Alles in allem ein Auslaufmodell

Einen beträchtlichen Teil ihres Einkommens und ihre ganze Freizeit opfert die Kolreperin dafür. Zwar helfen die anderen Vereinsmitglieder nach Kräften, doch schon allein das Futter für die Bewohner des Gnadenhofes kostet monatlich um die 500 Euro. Hinzu kommen die Aufwendungen für die vielen Gehege, Volieren, Katzenzimmer, Zwinger und Ställe – selbst, wenn das meiste sichtlich mit einfachen Mitteln selbst gebaut wurde.

“Wir wünschen uns eigentlich, dass keine neuen Tiere mehr dazukommen”, sagt Margit Preiss, “und dass die, die hier sind, mit mir alt werden können, so lange ich sie versorgen kann. Man wird nicht jünger und das Geld wird auch nicht mehr.” Die Tierschützerin würde sich freuen, wenn sie irgendwann nur noch zwei Hunde zu versorgen hätte. Doch ihre Schützlinge sind fast durchgehend so genannte Problemtiere und an den “passenden Menschen” stellt sie hohe Ansprüche.

“Wir suchen auch Leute, die helfen und die das alles hier später irgendwie weiterführen könnten.” Aber eigentlich habe sie die Hoffnung schon aufgegeben. “Das ist schon ’n bisschen traurig, wenn du so ein Auslaufmodell hast.”

Besucher sind sonnabends von 13 bis 16 Uhr auf dem Gnadenhof Tapsi in Kolrep willkommen ( 033975/7 08 76). Spenden können auf das Vereinskonto 1521007779 bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin (BLZ 160 502 02) überwiesen werden.

Quelle: maerkischeallgemeine.de


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