Hundeschule Teamwork Berlin


Jeder Hund ist ein Jäger

Eingestellt in Hunde-Allgemein von astera am 29. Apr. 2007

In jedem Schoßhund steckt noch viel vom Jagdhund.
Der Jagdinstinkt ist selbst im kleinsten Schoßhündchen nicht verschwunden. Das bereitet Wild und Wildpflegern in jedem Frühjahr Probleme. Mit dem Obmann der Kreisjägerschaft für Hundewesen in Düren, Mathias Münter, sprach Ariane Heller.

Herr Münter, warum ist das Wild gerade jetzt gefährdet?

Im Frühjahr gibt es immer viel Jungwild. Das heißt, bevor die Rehe setzen, sind sie ziemlich unbeweglich und können den Hunden nicht mehr so leicht entwischen. Manchmal liegt das Jungwild auch direkt neben dem Weg und kann nicht flüchten.

Ist denn jeder Hund auch gleich ein Wilderer?

Jeder Hund kann es werden. Und jeder Hund, der es einmal gemacht hat, wird es wieder tun. In jedem Hund steckt immer noch der Wolf. Vor allem Mischlinge aus jagdlichen Züchtungen haben die Jagd im Blut. Ein Stadthund, der nie viel im Wald war, wird weniger häufig wildern. Allerdings kann auch ein kleiner Teckel jagen. Sie haben eine hervorragende Nase.
Wie groß sind die Verluste durch wildernde Hunde in jedem Jahr?

Das kann man nicht genau sagen, denn wir finden nur einen Bruchteil dessen, was Hund reißen. Die Hunde fressen sich satt, und die Reste fressen dann vielleicht schon in derselben Nacht die Wildschweine, so dass am nächsten Tag nichts mehr zu sehen ist. Aber vor allem trächtige Ricken werden im Frühjahr häufig gerissen.

Was passiert mit Hunden, die wildern?

Forstbeamte und die zum Jagdschutz Beauftragten haben die Pflicht, zum Schutz des Wildes die Hunde zur Not abzuschießen. Das wird nicht beim Zwergdackel so sein, aber bei einem großen Mischling kann das nötig sein.

Haben Sie selbst schon einmal einen Hund erschiessen müssen?

In meinen 45 Jahren als Jäger nur einmal. Da jagte ein Schäferhundwildling mit einem anderen Hund zusammen über eine Stunde lang. Da blieb mir nichts andere übrig.

Wo besteht Leinenpflicht?

Ein Hund, der auf Ruf oder Pfiff gehorcht, braucht im Wald nicht angeleint werden, wenn er auf dem Weg läuft. Daneben darf er ohnehin nicht gehen. Das sagt das Landesforstgesetz NRW. Das Landschaftgesetz sagt, dass ein Hund außerhalb bebauter Gebiete nicht auf bestellte Felder oder Stilllegungsflächen laufen darf. Jede Kommune kann wiederum eine eigene Anleinpflicht anordnen. Und das Landeshundegesetz regelt beispielsweise die Maulkorbpflicht für gefährliche Hunde.

Wie kann man als Hundebesitzer das Wild vor seinem Hund schützen?

Der Hund muss gehorchen. Das ist das A und O. Das wird in dem so genannten Hundeführerschein an Hundeschulen und auf Lehrgänge vermittelt. Teilnehmen können Hunde ab sechs Monaten.

Quelle: rundschau-online.de


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Polizei stellt 20 Hunde sicher

Eingestellt in Hunde-Allgemein von astera am 29. Apr. 2007

Breidenbach. In einem Haus im Breidenbacher Ortsteil Oberdieten hat die Polizei gestern unter dramatischen Umständen 20 Hunde beschlagnahmt. 17 Hunde der Rasse Weimaraner, ein Beagle, ein Dobermann und ein Labrador seien ins Tierheim gebracht worden, teilte die Polizei mit.

Gegen die Halter der Tiere lagen zwei Anzeigen vor, weil Tiere Menschen gebissen hatten. An dem Einsatz waren neben Polizisten auch Mitarbeiter des Ordnungsamts und der Veterinärbehörde beteiligt.
Die Besitzer werden verdächtigt, die Tiere nicht artgemäß gehalten zu haben. Die 18 Jahre alte Tochter der Familie wehrte sich vehement gegen den Abtransport der Hunde und versuchte, einen Beamten zu beißen.

Quelle: op-marburg.de


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