Olympische Leistung: Meeresschildkröte wandert mehr als 6.000 Kilometer
In nur fünf Monaten schwamm eine mit einem Forschungs-Sender ausgestattete Meeresschildkröte mehr als 6.000 Kilometer quer durch den Atlantik.
Die unechte Karettschildkröte Aurora, so der Name der nur 52 Zentimeter großen Schildkröte, arbeitete sich in dieser Zeit von den Kanarischen Inseln bis in die Karibik vor, wie die spanische Beobachtungsstelle Observatorio Ambiental Granadilla (OAG) in Santa Cruz de Tenerife mitteilte. Dank des Senders konnte die Wanderung über Satellit verfolgt werden.
Nach Angaben des Instituts stammen die bei den Kanaren lebenden Meeresschildkröten überwiegend aus Ländern wie den USA, Mexiko oder Brasilien. In ihrer Jugend schwimmen sie über den Atlantik zu den Kanaren und wachsen dort auf. Wenn sie die Geschlechtsreife erreicht haben, wandern sie wieder zurück, um sich in den warmen Gewässern zu vermehren.
Warum sie diese strapaziöse Reise einer täglichen Marathonstrecke im Wasser auf sich nehmen, ist bisher nicht geklärt.
Alle Meeresschildkröten stehen unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommen.
Die Karettschildkröte ist vom Aussterben extrem bedroht.
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Das Wildtier des Jahres 2010 ist der Dachs
Der in Familienverbänden lebende Dachs – der größte heimische Marder und wissenschaftlich Meles meles genannt - ist im ganzen europäischen Festland bis zum Polarkreis beheimatet. Außerdem findet man ihn in Asien und Japan.
Dennoch bekommt man das scheue, zirka 90 Zentimeter lange und 15 Kilogramm schwere Tier so gut wie nie zu sehen, weil es nachtaktiv ist.
Charakteristisch sind die silbergraue Färbung sowie das weiße Gesicht mit den schwarzen Streifen von der Nase bis zum Ohr. Der Allesfresser gräbt sich im Waldboden bis zu fünf Meter tief in die Erde um seine Behausung zu bauen.
Jede Dachsgeneration baut die unterirdischen Gänge weiter aus, so dass ein Tunnel-System aus mehreren hundert Metern entstehen kann. Nicht selten bewohnen Dachs und Fuchs die Bauten gemeinsam.
Der Begasung der Rotfuchsbauten ist auch der Dachs in den 70er Jahren massenweise zum Opfer gefallen.
Inzwischen haben sich die Bestände aber wieder erholt.
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