Ölpest im Golf von Mexiko: Schon bald schwerste Umweltkatastrophe der USA?
Ein Ende der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko ist offensichtlich nicht in Sicht.
Auch fünf Wochen nach dem Unglück strömen noch immer täglich 800.000 Liter Rohöl aus einem Bohrloch der im Meer versunkenen Ölplattform Deepwater Horizon aus.
Mittlerweile sind in den USA mehr als 100 Kilometer Küste mit einem Ölfilm überzogen. Die Bemühungen, den Ölteppich an der Wasseroberfläche chemisch zu binden, lösen das Problem nur scheinbar. Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass die eingesetzte Chemikalie Corexit das Öl zwar bindet, diese gefährliche Mischung dann aber auf den Meeresboden absinkt und dort langfristig ein Leben für die Unterwasserwelt unmöglich macht.
Die womöglich größte Umweltverschmutzung der USA wird also nur von der Oberfläche weg in die Tiefe verlagert. Die Folgen des derart gewaltigen Chemikalieneinsatzes sind darüber hinaus noch überhaupt nicht abzuschätzen.
Mehr als 2 Millionen Liter der gefährlichen Substanz Corexit wurden bisher über dem Ölteppich versprüht und gelangen so letztendlich auch in unsere Nahrungskette. Schon jetzt ist der Ölteppich in 1.500 Metern Tiefe mit 600 Quadratkilometern so groß wie der Bodensee oder die Ferieninsel Ibiza. Breitet sich der Ölteppich weiterhin aus, muss damit gerechnet werden, dass er in Kürze auch die Florida Keys, das drittgrößte Korallenriff der Welt erreicht.
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Bienensterben in Deutschland: Langfristiger Abwärtstrend
Die Zahlen zum Bienensterben variieren je nach Geographie und Aussagen einzelner Imker, aber darüber sind sich alle einig: Es gibt in diesem Jahr signifikant weniger Bienen als noch 2009.
Schätzungen zufolge könnte der Rückgang bis zu 30 Prozent betragen. Das ist nicht nur ein wirtschaftlicher Schlag für die ohnehin rückgängige Imkerkultur.
Ein nicht unerheblicher Teil der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen hängt von der Bestäubung durch die Biene ab, sowie etwa ein Drittel unserer Nahrungsmittel.
Hauptursache für das Bienensterben – auch darüber herrscht weitestgehend Einigkeit in Fachkreisen – ist die vor 30 Jahren aus Asien eingeschleppte Varroa-Milbe. Sie ernährt sich vom Blut der Bienen und befällt bereits die Bienenlarven. Die dadurch geschwächten Insekten können nicht mehr weit genug fliegen, um Nahrung zu sammeln.
Auch der trockene Herbst und der lange Winter 2009/2010 sowie die zunehmende Monokultur der Landwirtschaft spielen beim Populationsrückgang eine Rolle.
Gab es vor zehn Jahren noch zirka eine Million Bienenvölker, so schätzt man ihre Anzahl heute auf knapp 700.000 Völker.
Rund 10.000 Bienen-Flugstunden und 10 Millionen Blüten sind nötig, bis ein Liter Honig gewonnen werden kann.
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