Quäl-Züchter: Tierheim fehlt das Geld zur Hunderettung
Der Tierquälerskandal weitet sich aus: Immer mehr grausame Details über den Hartmannsdorfer Züchter, der mindestens 40 Hunde unter katastrophalen Bedingungen hält, kommen ans Tageslicht.
So berichtete die Morgenpost gestern von den Zuständen in Hartmannsdorf. Rosita Reißer und Tierheim-Azubi Christin Müller kümmern sich um die beiden geretteten Hunde.
Nach einer Besichtigung der Anlage hatte der Tierschutzverein zwei Hunde beschlagnahmen lassen und Alarm geschlagen (Morgenpost berichtete). Jetzt vorgestellte Untersuchungsergebnisse zeigen: Ihr Zustand war noch viel schlimmer als zunächst angenommen. Tierschützerin Rosita Reißer (57): „Die Hunde waren weder geimpft noch entwurmt. Sie hatten Fieber, Atemwegserkrankungen, Tumore und Entzündungen.“
Doch für Tierarzt und Landratsamt scheint das noch nicht auszureichen, um sich Sorgen um die Gesundheit der übrigen Hunde zu machen. „Die Schwere der Verstöße rechtfertigte nicht die sofortige Wegnahme aller Tiere“, sagt Landratsamts-Sprecherin Ilona Schilk (50).
Die Tierschützer vermuten, das Landratsamt scheue die drohenden Kosten: „Die ärztliche Versorgung aller Hunde würde etwa 20 000 Euro kosten, die Unterbringung noch einmal 10 000 Euro“, überschlägt Rosita Reißer – Geld, das das Tierheim natürlich nicht hat. Die Sprecherin des Landratsamts Zwickauer Land, Ilona Schilk, entgegnet: „Natürlich ist die Unterbringung der Hunde im Tierheim mit erheblichen Kosten verbunden, aber daran sollte es nicht fehlen.“
Zwar wurde dem Hundequäler vom Landratsamt Zucht und Handel untersagt. Doch der legte Einspruch ein, klagt sich durch die Instanzen. Sprecherin Schilk erklärt die nächsten Schritte: „Er muss nun seinen Bestand auf 16 Tiere reduzieren. Was mit den übrigen Hunden passieren soll, wird noch geklärt.“
Quelle: www.sz-online.de
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Messe -Fur and Fashion- zeigt Tierqual pur
Ab heute (22. März 2007) bis zum (25. März 2007) findet in Frankfurt wieder die internationale Pelzmesse „Fur & Fashion“ statt. Auf der Messe werden aktuelle Kollektionen aus Pelz und Fell gezeigt. Unter den angebotenen Materialien fanden sich in den letzten Jahren auch immer wieder Hunde- und Katzenfelle als Importware, vorwiegend aus dem asiatischen Raum. Der Deutsche Tierschutzbund ruft zum Boykott von Pelzmode auf, ob als Mantel, Mütze oder Applikation. Für scheinbar modische Bekleidung leiden allein in deutschen Pelztierfarmen immer noch ca. 300.000 Tiere.
„Die Pelzindustrie versucht mit ihrer PR-Maschinerie einen Boom herbeizureden, um das schlechte Gewissen zu beruhigen. Steigende Verkaufszahlen ändern nichts an der Tierqual. Pelz ist peinlich“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, zum Messestart und ruft zum Kaufboykott auf.
Zudem trickst die Pelzmodeindustrie und betreibt Verbrauchertäuschung. Es gibt noch immer keine einheitliche Kennzeichnung der Produkte. Oft wird nur der Begriff „Echt Pelz“ verwendet, um das wahre Tierleid zu verschleiern. Noch immer werden auch Hunde- und Katzenfelle verarbeitet, die als Importware aus Asien nach Europa kommen. Auf Druck unter anderem des Deutschen Tierschutzbundes hat die EU-Kommission Ende 2006 endlich eine Gesetzesinitiative mit dem Ziel die Produktion, den Handel und den Verkauf von Hunde- und Katzenfellen in Europa verbieten zu lassen, gestartet.
Allein in deutschen Pelztierfarmen fristen ca. 300.000 Nerze, Füchse, Sumpfbiber und Chinchillas ein elendes Dasein. In engen und strukturlosen Drahtkäfigen werden die bewegungsfreudigen Wildtiere gefangen gehalten. Massive Verhaltensstörungen und auch Selbstverstümmelungen der Tiere sind die Folge. Dem tristen Leben wird meist durch Vergasen oder Elektroschock ein qualvolles Ende bereitet. Ein Verbot der Zucht und Haltung von Tieren zur Pelzgewinnung ist dringend erforderlich. Die im letzten Herbst in Kraft getretene Pelztierhaltungsverordnung reicht keineswegs aus, die Situation der Tiere zu verbessern. Seit Jahren tritt der Deutsche Tierschutzbund dafür ein, dass das Leiden der so genannten Pelztiere beendet wird. Dabei appelliert Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation an jeden einzelnen Verbraucher, das grausame Geschäft nicht zu unterstützen und auch auf Pelzaccessoires und scheinbare Kunstfellapplikationen zu verzichten.
Quelle/Kontaktadresse:
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Pressestelle
Baumschulallee 15, 53115 Bonn
Telefon: (0228) 604960, Telefax: (0228) 6049640
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